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Ihr Steuerberater in Aschaffenburg        
 

  
MANDANTENBEREICH - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Hier haben wir eine Liste von Fragen zusammengestellt, die uns häufig gestellt werden, und sie beantwortet. Sollten Sie andere Fragen haben, zögern Sie nicht uns bitte nicht, uns zu kontaktieren.


Welche Aufbewahrungsfristen gelten?

  • im Allgemeinen sind alle Buchhaltungsunterlagen auch Belege, Kassenbücher und Bankauszüge sowie Jahresabschlüsse 10 Jahre aufzubewahren


Wen betrifft die Bauabzugsteuer?

  • zur Eindämmung illegaler Beschäftigungen im Baugewerbe müssen Unternehmer, die eine Bauleistung erhalten, nur noch 85% des Bruttorechnungsbetrages an den Bauunternehmer zahlen. Die restlichen 15% sind für Rechnungen des leistenden direkt an das für diesen zuständige Finanzamt abzuführen. Diese Regelung gilt für alle seit dem 01.01.2002
    erbrachten Gegenleistungen.
  • als Bauunternehmer gelten alle Personen, die im Inland eine Bauleistung erbringen
  • als Bauleistung werden alle Leistungen definiert, die zur Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen
  • zum Abzug verpflichtet sind nur Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts
  • Bemessungsgrundlage für den 15%-igen Abzug ist der vereinbarte Bruttorechnungsbetrag
  • der Leistungsempfänger hat bis zum 10. Tag nach Ablauf des Monats, in dem die Bauleistung erbracht wird, eine Anmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abzugeben und die Steuer zu bezahlen
  • für die nicht oder nicht in voller Höhe abgeführten Steuern haftet der Leistungsempfänger
  • der Leistende kann sich die abgeführte Bauabzugssteuer auf seine eigenen Zahlungsverpflichtungen (z.B. LSt, ESt) anrechnen lassen oder unter bestimmten Voraussetzungen erstatten lassen
  • der Abzug muss dann nicht vorgenommen werden, wenn der leistende Bauunternehmer dem Leistungsempfänger im Zeitpunkt der Gegenleistung eine gültige Freistellungsbescheinigung vorlegt bzw. die voraussichtliche Gegenleistung im laufendem Kalenderjahr 5.000,00 Euro bzw. 15.000,00 Euro bei steuerfreier Vermietung nicht übersteigen wird
  • die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung ist beim zuständigen Finanzamt des leistenden Bauunternehmers zu beantragen


Wie müssen Bewirtungsaufwendungen aufgeführt werden?

  • es sind alle bewirteten Personen einschließlich der Gastgeber aufzuführen
  • der Anlass der Bewirtung sollte so genau wie möglich angegeben werden, allgemeine Bezeichnungen wie z.B. "Arbeitsessen" sind nicht ausreichend
  • die Höhe der Bewirtungsaufwendungen sollte angemessen sein
  • achten Sie auch bei Bewirtungsbelegen auf den korrekten Ausweis der Umsatzsteuer (siehe unter Punkt Umsatzsteuer)


Was ist bei Geschenken zu beachten?

  • steuerlich abzugsfähig sind Geschenke bis maximal EURO 35,00 pro Person (keine Arbeitnehmer) und Jahr
  • die Geschenke sind in geeigneter Weise aufzuzeichnen (Dokumentation der Empfänger)


Welche Angaben müssen auf ordnungsgemäßen Rechnungen enthalten sein?

  • der vollständige Name und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID-Nummer)
  • das Ausstellungsdatum
  • eine fortlaufende Nummer (Rechnungsnummer) mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird,
  •      - Beispiel: 2004010001 mit der Reihenfolge Jahr, Monat und Nummer

  • die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung (auch ein ausdrücklicher Verweis auf weitere vorliegende Geschäftsunterlagen ist für die Anerkennung des Vorsteuerabzugs ausreichend)
  • den Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung oder der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teil des Entgelts bei Anzahlungen, sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist (denn dann genügt der Hinweis "Leistungsdatum entspricht Rechnungsdatum")
  •     - Als Zeitpunkt kann der Kalendermonat angegeben werden, in dem die Leistung ausgeführt wird

  • das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,
  •     - Bei automatischer Fakturierung über Leistungen mit verschiedenen
         Steuersätzen darf die Umsatzsteuer in einer Summe ausgewiesen werden,
         wenn für die einzelnen Rechnungspositionen der Steuersatz angegeben
         wird  (Rechnungen z.B. von Lebensmittelgroßhändlern)

  • den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt
  • ausdrücklicher Hinweis darauf, dass Privatpersonen ihre Rechnungen über Werklieferungen oder sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück (z. B. Handwerkerrechnungen) zwei Jahre lang aufbewahren müssen (auch Unternehmer für ihren Privatbereich).
  • Umsatzsteuerliche Gutschriften (nicht verwechseln mit kfm. Gutschriften bei z. B. fehlerhaften Lieferungen), mit denen der Leistungsempfänger gegenüber dem leistenden Unternehmer abrechnet, müssen ausdrücklich als "Gutschrift" bezeichnet werden, um die Vorsteuer ziehen zu können  


Umkehr der Steuerschuldnerschaft gem.§ 13b UStG ("Reverse-Charge-Verfahren")?

  • in bestimmten Fällen geht die Umsatzsteuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger über (sog. Reverse-Charge-Verfahren des § 13b UStG).
  • bei Vorliegen der Voraussetzuungen darf der leistende Unternehmer keine Umsatzsteuer berechnen bzw. ausweisen und muss in seiner Rechnung auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger mit dem einheitlich vorgeschriebenen Zitat "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" hinweisen
  • der Leistungsempfänger muss die Umsatzsteuer abführen und zwar auch dann, wenn er Kleinunternehmer ist oder die Leistung für seinen nichtunternehmerischen Bereich bezogen wird
  • die abgeführte Umsatzsteuer kann betragsmäßig und zeitlich korrespondierend als Vorsteuer geltend gemacht werden, wenn der Leistungsempfänger für die erbrachte Leistung vorsteuerabzugsberichtigt ist
  • bei Bauleistungen ist die Umkehr der Steuerschuldnerschaft erst bei Reparatur- und Wartungsleistungen an Bauwerken von mehr als 500,00 Euro (netto) anzuwenden
  • nicht unter den Begriff der Bauleistungen fallen Planungs- und Überwachungsleistungen, sowie insbesondere Materiallieferungen, das Reinigen von Räumen und Fenstern, Zurverfügungstellung von Baugeräten, die Arbeitnehmerüberlassung und das Aufstellen von Material- und Bürocontainern


Besonderheiten zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen gem. § 13b UStG

  • Bauträger als Leistungsempfänger scheiden aktuell aus der Umkehr der Steuerschuldnerschaft aus
  • Für den Übergang der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger kommt es darauf an, ob dieser, die an ihn erbrachte Werklieferung oder sonstige Leistung, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dient, seinerseits zur Erbringung einer derartigen Leistung verwendet
  • Als Nachweis der Verwendung der empfangenen Leistung für eine Bauleistung wird eine schriftliche Bestätigung des Abnehmers empfohlen, da die bisherige Freistellungsbescheinigung nur noch Indiz-Wirkung entfaltet, d. h. eine individuelle Prüfung des Einzelfalls ist erforderlich (bisher: Bauleistender bei mind. 10% des Weltumsatzes)
  • Zu beachten ist, dass der Bezug von Bauleistungen eines Bauunternehmers für seinen privaten Bereich ausnahmsweise nicht zu einer eigenen Bauleistung führen kann, sodass hier keine Umkehr der Steuerschuldnerschaft mehr erfolgt. Der Leistende hat die Umsatzsteuer auszuweisen und abzuführen
  • Die Grundsätze der Neuregelung sind auf Umsätze anzuwenden, die nach dem 14.02.2014 ausgeführt werden
  • Für Altfälle (Bauleistung vor dem 15.02.2014) kann in Einvernehmen beider Parteien unter Anwendung einer Nichtbeanstandungsregelung verfahren werden. Dennoch kann sich der Leistungsempfänger zu einem späteren Zeitpunkt auf die neue Rechtsprechung berufen, sodass der Leistungserbringer grundsätzlich keinen Vertrauensschutz genießt
  • Beachten Sie die Änderungen im Rahmen der Gesetzesanpassung ZUGUNSTEN DER BISHERIGEN VERWALTUNGSAUFFASUNG, die aller Voraussicht nach ab dem 01.10.2014 in Kraft treten wird ("Kroatien-Gesetz") 


Was muss beim Umsatzsteuerausweis beachtet werden?

  • Bei Kleinbetragsrechnungen bis EURO 150,00 ist der Ausweis des jeweiligen Steuersatzes ausreichend
  • Bei Rechnungen über EURO 150,00 ist die enthaltene Umsatzsteuer immer als EURO-Betrag auszuweisen


Welche Beträge sind als Verpflegungsmehraufwendungen im Inland anzusetzen?

Ab 2014

Eintägige Auswärtstätigkeiten

  • Abwesenheit ab 8 Stunden

Euro 12,00

 

Mehrtätigige Auswärtstätigkeit

  • An- und Abreisetag, je
  • Abwesenheit ab 24 Stunden

Euro 12,00

Euro 24,00